Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Spiel zwischen Tebe und dem SC Gatow kam es zu einem Protest einiger TeBe-Fans.

Der Anpfiff wurde durch das Betreten der Tartanbahn von ca. 25 Fans der aktiven Szene von Tebe verzögert um ein Zeichen gegen die Schikanen und Unzumutbarkeiten einiger Berlin-Liga-Rivalen, bzw. dem Berliner Fussball Verband (BFV), zu setzen. In Spielen gegen TeBe wird erstaunlich oft auf Nebenplätze mit Kunstrasen gewechselt, was nicht nur Konsequenzen für den Spielverlauf (einige Teams sehen gegen unsere Borussen darin wohl einen Vorteil), sondern auch massive Auswirkungen für die Fans mit sich bringt. Es sollte sowohl den Vereinen, als auch dem BFV bekannt sein, dass bei Auswärtsspielen von TeBe häufig Zuschauer im dreistelligen Bereich kommen. Die Zuschauertabelle der Berlinliga zeigt deutlich wo Tebe bereits gastierte und wo nicht. Im Schnitt haben die meisten Vereine um die 50 Zuschauer, Tebe knapp 300.

Um so unfassbarer sind Ansetzungen, wie vor zwei Wochen gegen den BFC Preussen, bei dem höchstens ein Drittel der Zuschauer eine ausreichende Sicht auf das Spielfeld hatten. Grund waren zum einen Bäume, die die Sicht versperrten und dass das Spiel nur von einer Seite aus gesehen werden konnte. Auch das Spiel am 06.04.12 gegen den SC Gatow fand unter solchen Umständen statt. Das Spiel war auf dem Rasenplatz angesetzt worden, das Catering war vorbereitet und auch die Eckfahnen usw. waren aufgebaut. Der Platz von Gatow ist ein richtig schmucker Platz der von allen Seiten zum Zuschauen einlädt. Es handelt sich dabei um einen richtigen Rasen und keinen ausgerollten Superrasen. Dies war scheinbar der Grund, dass der Schiedsrichter wegen Verletzungsgefahr (weil der Rasen nicht gemäht war…) entschied das Spiel auf dem Kunstrasen auszuführen.

Auf dem Kunstrasen befand sich eine dicke Sandschicht, sodass auch hier eine hohe Verletzungsgefahr für die Spieler bestand. Gerade zu beginn kamen die Tebe-Spieler mit diesem “Rasen” nicht klar, rutschten Weg und bekamen so auch die Gegentore eingeschenkt. Für die Fans war es noch unerträglicher. Am Rand des Feldes standen viele Bäume und nur eine Seite konnte von Fans genutzt werden, sodass wieder in mehreren Reihen hintereinander gestanden werden musste und viele Zuschauer nichts sahen. Des Weiteren existierte nicht einmal eine einfache Absperrung zum Spielfeld. Anscheinend spontan wurde ein Flatterband von Baum zu Baum gewickelt, um eine solche Trennung von Spielfeld und Fanbereich zu schaffen.

Dies war der Grund ein Exempel zu statuieren, da in den vergangenen Tagen genau wegen diesen Zuständen Gespräche geführt wurden und man scheinbar denkt, dass die Tebe-Fanszene, welche ausgesprochen friedlich agiert, alles mit sich machen lässt. Um zu zeigen, dass dem nicht so ist und auch die Schnösel von Tebe für Fanrechte kämpfen, haben wir gemeinsam für eine Blockade des Spiels gesorgt. Wir erhoffen uns davon, dass wir Verband und gastgebende Vereine zeigen, dass wir uns eben nicht alles Gefallen lassen

Wir empfinden das Verhalten der gastgebenden Mannschaften und des Verbandes als klare Schikane gegen unseren Verein und uns als Fans. Wir werden es nicht weiter hinnehmen, dass Fans für eingeschränkte Sicht z.T. sechs Euro zahlen müssen. Wir fordern ein Umdenken des BFV und der betreffenden Vereine.