Eine Auswärtsfahrt in der Berlin-Liga ist immer wieder etwas besonderes – vor allem, weil man Ecken unserer Stadt sieht, die man sonst nie besuchen würde, aber auch, weil man immer wieder lustige Ordner am Stadioneingang trifft. So musste am Sonntag zunächst einmal geklärt werden, ob PVC-Fahnenstangen im Stadion zulässig sind. Nachdem die kurze Machtdemonstration uns gegenüber vorbei war, wurde im Gästeblock schnell alles für unser Intro vorbereitet – vielen Dank an dieser Stelle für die Hilfe unserer Gäste. Während die Mannschaften das vom Herbstlaub bedeckte Feld betraten wanderten unsere Hooligänse durch den Gästeblock, aber seht selbst:

Das Spiel begann anschließend turbulent. Bereits in der 2. Minute konnten die Berliner Füchse in Führung gehen. Wer in diesem Moment irgendwie bedauerlich ausgesehen haben mag oder auch nicht, wollen wir uns nicht anmaßen zu „analysieren“. Danach gab es nur ein Adjektiv um unsere Veilchen zu beschrieben: überrumpelt. Es dauerte eine Weile bis man das, was da auf dem Platz geschah, ein Fussballspiel nennen konnte. Der Rest der ersten Halbzeit kann dann getrost ignoriert werden. Egal was man zu den Platzverhältnissen sagen will oder wie man die Schiedsrichterleistung beurteilt, die Leistung unserer Mannschaft war einfach nicht die einer Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte, die gegen den Vorletzten spielte.

Halbzeit zwei wiederholte das Schauerspiel der ersten Hälfte: In der 52.Minute fiel das 2:0 für die Füchse. Einziger Unterschied war das kämpferische Engagement, dass unsere Borussen nach dem zweiten Treffer endlich zeigten. Teilweise wurde immernoch versucht zu zaubern, aber insgesamt war einiges mehr an direktem Spiel zu sehen. Belohnt haben sich unsere Spieler dann selbst in Form des Anschlusstreffers durch Benny Hendschke. Doch gerade als alle dachten: „nun folgt eine stärkere Spielphase, die vielleicht spannend werden könnte“, folgte nach gerade acht Minuten der erneute Treffer der Füchse. Zwar konnte sich unsere Mannschaft durch ein weiteres Tor von Benny Hendschke noch einmal herankämpfen, doch trafen die Füchse noch ein weiteres mal (diesmal fünf Minuten später) zum 4:2. Vorausgegangen war dem eine notwendige und richtige offensivere Spielweise, die eben leider, aber auch verdient, nicht den Ausgleich bedeutete.

Einen Gruß und Dank an die Gäste aus dem Vorort Grunewalds und der Grenze zu den Niederlanden.