TeBe – Rudow // Da muss reagiert werden!

Der 16.09.2012 stand bei TeBe nicht – wie sonst – als ein ganz normaler, chilliger Spieltag im Kalender. Es ging gegen den TSV Rudow mit dem es bei den letzten drei Aufeinandertreffen (Hallenpokal 2006, beide Ligaspiele letzte Saison) Probleme wegen Neonazis in ihren Fanreihen gab. Im Forum des TSV Rudow kündigten die Rising Boys 09 an: „wir werden dieses Jahr alleine als Supporter (Unterstützer) des TSV Rudow 1888 dort hinfahren“. Was schon zeigte, dass sie genau wussten mit wem sie im vergangenem Jahr ins Mommse reisen wollten. Da hatten sie das NPD-Landesvorstandsmitglied Sebastian Thom dabei und einschlägig bekannte rechte Gewalttäter wie Julian Beyer, Marcel Königsberger, sowie den Rudower Ordner Thomas Schirmer. Nachdem, den Fans mitgeteilt wird, dass die anwesenden Neonazis nicht ins Stadion kommen sollte, entschieden sich die Fans des TSV mit Solidarität gegenüber den Nazis und boykottierten das Spiel. Dieses Jahr kamen die Rising Boys wirklich ohne ihre Neonazibegleitung des letzten Jahres. Sie wollten, laut Forum, zeigen, „das wir auf Politik im Stadion ein Schei* geben“. Doch neben dem allseits bekannten „Lila-Weiß ist schwul“, gab es zum Ende hin aus einer vierer Gruppe heraus noch die Rufe „Scheiß Antifa“ und „Frei Sozial National“. Das mit der Politik im Stadion haben scheinbar nicht alle Rudower Supporter verstanden. Zu ihrem Anhang im vergangenem Jahr befragt, antworteten sie, dass es halt ihre Freunde seien. Schöne Freunde habt ihr da!
Einen haben wir vergessen. Der auf der Tapete erwähnte Thomas Schirmer. Im vergangenem Jahr begrüßte er die TeBe-Fans schon in Thor Steinar am Stadioneingang und fungierte dort als Ordner. Anschließend erst wurden die TeBe-Fans informiert, dass es sich hierbei um einen bekannten Neonazi aus Neukölln handelt, der an Neonazidemonstrationen und Störungen von linken Veranstaltungen beteiligt war. Diesem Thomas Schirmer wurde ebenfalls im vergangenem Jahr der Einlaß in das Mommse verweigert, weshalb er sich diesmal einschleichen wollte. Ins Forum schrieb er, er wolle sich einem Vereinsoffiziellen anschließen, „um die Chancen zu erhöhen das Stadion diesmal auch zu betreten“. Sollte dieses nicht klappen, „frag ich jemanden aus der Mannschaft ob er mich mit nimmt“. Gezielt wollte er also ein Hausverbot umgehen – es klappte nicht und er wurde in Polizeibegleitung zum S-Bahnhof gebracht.


Quelle: Sören Kohlhuber

Festzuhalten ist also. Trotz bekanntem Hausverbot für Schirmer wollte er rein. Trotz Distanzierung von Politik, gab es Neonazirufe aus dem Rudower Block. Die Rudowfans selber distanzieren sich nicht von den Neonazis, sondern bezeichnen sie als Freunde und im Forum des TSV Rudow schreibt einer der Rising Boys nach dem Spiel: “2.Sache die ich hier mal anmerken wollte ist , dass das was die mit Thomas abziehen nicht tolerierbar ist. Thomas ist ein Mensch wie jeder andere , nur mit einer anderen politischen Einstellung. Da aber die Politik nichts auf einem Fussballplatz zu suchen hat (was Thomas unter anderem genauso sieht und auch knallhart durchzieht ) […]”. Von einer Distanzierung innerhalb der Fansszene und vor allem bei den Rising Boys kann also keine Rede sein. Wir können nur hoffen, dass der TSV Rudow endlich erkennt, wer ihn da als Plattform benutzt und die nötigen Konsequenzen zieht.

Für Spannung zum Rückspiel dürfte auf jeden Fall gesorgt sein.

Kommen wir zu unserer Seite.
Schönes Wetter war es ja. Vielleicht genossen viele es lieber im Park als beim Fussball, denn „nur“ 360 Zuschauer kamen ins Mommse. Die Sonne prallte in den E-Block, so dass der Support auch nicht so rund lief wie sonst. Dafür gab es eine Menge Freude über das Spielgeschehen. Durch Tore von Vogler, Akgün und dem eingewechselten Salhab konnte es sich TeBe sogar erlauben einen Elfmeter zu verschenken.
Dank diesem klaren Sieg und einigen netten Ergebnissen auf anderen Plätzen sprang TeBe von Rang 12 auf 6. Die Fans dagegen freuen sich auf den Fuchsbau in der kommenden Woche. Am 30.09.2012 kommt dann der Adlershofer BC ins Mommse mit seinem sympatischen Anhang, den Red Devils, die wir hier schon Mal grüßen wollen.

P.S.
Gruß an die Babelsberger aus der Nordkurve und dem Ostblock, die gestern bei uns zu Gast waren. Grunewald Ultras United 😉

Keine Akzeptanz für Nazis

Im Spiel gegen TuS Makkabi zeigten wir zwei Tapeten mit den Aufschriften „Komplett BescheUert“ und „Nazis raus aus dem Tivoli“. Trauriger Grund für die erneute Thematisierung ist der abermalige Angriff aus den Kreisen der Gruppen „Karlsbande Ultras“ (KBU), „Supporters“ und „Westwall“ gegen die antifaschistischen „Aachen Ultras“ (ACU) nach dem Spiel Saarbrücken – Aachen. Die Karlsbande beteuerte nach der Kritik an dem Angriff in Aue, dass sie „unpolitisch“ seien und es gäbe keinen politisch motivierten Konflikt. Dies ist jedoch nachweisbarer Blödsinn. Schon der Gedanke unpolitisch zu sein, weil man sich öffentlich weder nach „Links“ noch nach „Rechts“ positioniert und dies unter der Parole „Politik ist Politik und Fussball ist Fussball“ (in Tradition der Neonaziband „Kategorie C“), ist blanker Hohn. So auch bei den KBU, die in ihren Reihen Faschisten dulden. Darunter auch Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land“. Eine mindestens passive Unterstützung durch Dulden des Kontaktknüpfens zu anderen „Fussballfans“ ist wohl alles andere als unpolitisch. Dabei wollen wir den KBU nicht unterstellen selbst rechts zu sein – dafür kennen wir die Gegebenheiten in Aachen nicht intensiv genug – jedoch MUSS ihnen vorgehalten werden, dass sie diese mögliche Stärkung der Naziszene in Aachen und im Tivoli zumindest billigen. Bei allen Konflikten, die nach der Trennung von ACU und KBU im Raum stehen und die uns nicht weiter bekannt sind, ist ein Angriff mit den ebenfalls als rechtsoffen geltenden „Westwall“ auf die sich antirassischtisch positionierenden ACU und die oben benannte Unterstützung rechter Strukturen nicht nur unglücklich, sondern eine Positionierung in Richtung rechter Ideologien. Im Aachener Fan Forum sind Zitate zu lesen wie: „Ihr ganzes Verhalten auch später ausserhalb des Stadions machte eins deutlich – es ging um nichts anderes als um den Spass beim Verbreiten von Angst und Schrecken“. Das passt zwar auch zur Gewaltbereitschaft von (ebenfalls als rechtsoffen in der kritikstehenden) Gruppen wie „Supporters“, ist jedoch vor allem eine typisch Handlungsweise von Neonazis, die ihre „Gegner“ möglichst einschüchtern um sie mundtot zu machen. Es bleibt unserer Meinung nach kein Raum mehr für weitere Chancen, die man der KBU (und den anderen Gruppen) noch zugestehen kann. Bekannten Neonazis und den Angreifern gilt es Stadionverbote zu erteilen und KBU, „Supporters“ und „Westwall“ gehören Privilegien abzuerkennen. Dies darf natürlich nur der Schritt sein, der den Nazis (vorerst) die Plattform auf dem Tivoli nimmt. Diesem müssen weitere, wie Aufklärungsveranstaltungen und -Texte im Stadionheft, Förderung antifaschistischer Initiativen im Tivoli und in Aachen folgen. Das Problem ist nicht, dass die Nazis ins Stadion kommen. Das Problem ist, dass es sie gibt und sie akzeptiert werden.

Aachen Ultras bleiben,
Karlsbande vertreiben!

Weitere (teilweise erschreckende) Artikel:

http://www.zeit.de/sport/2012-08/aachen-saarbruecken-karlsbande-ultras
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen-detail-az/2635836?_link&skip&_g=Fan-Randale-Die-ganze-Stadt-muss-jetzt-Gesicht-zeigen.html
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen-detail-az/2633233?_link&skip&_g=Alemannia-Fankrieg-Aachener-verpruegeln-Aachener.html
http://www.zeit.de/news/2012-08/10/fussball-aachen-droht-hooligans-mit-drastischen-massnahmen-10134407

Solidarität mit dem Ostblock // Spiel gegen Nottingham United

Endlich gehts der neuen Spielzeit in der Berlin-Liga entgegen. Die Saisoneröffnung gegen Nottingham United am gestrigen Freitag läutete den Endspurt Richtung 1. Spieltag ein und das mit einer guten Leistung unserer Borussen. Die englischen Gäste hielten dabei, untersützt von zwei Abwehrspielern der zweiten Mannschaft von TeBe, gut mit und ihr Tor lange dicht. Erst in der zweiten Halbzeit konnten unsere Spieler das Schützenfest eröffnen und dabei auch zwei mal elegant das Aluminium zum Schwingen bringen. Die Leistung aus diesem und den letzten Spielen lässt dabei hoffen, dass das untere Mittelfeld in dieser Saison kein Thema sein muss.


Quelle: No Dice

Weniger schön – zumindest für die Fans – ist die Situation auf der anderen Seite des Grunewalds. Mit einem Beschluss vom 18.07. dürfen im Babelsberger Ostblock keine Zaunfahnen mehr aufgehangen werden. Grund hierfür sind die Vorfälle während des Spiels SV Babelsberg 03 – Arminia Bielefeld. Auf Intervention des Fanprojektes ist zumindest die Verlagerung der Fanutensilien an die Wellenbrecher im Block erlaubt. Nicht nur wir finden, dass dies zu einer starke Einschränkung des Auslebens der Fankultur führt. Wir haben unsere Solidarität mit dem Ostblock mittels einer Tapete beim gestrigen Spiel gezeigt. Im Folgenden veröffentlichen wir außerdem den offenen Brief der Ultras Babelsberg, der die Ereignisse – aus unserer Sicht – sehr gut analysiert:

Der Vorstand des SV Babelsberg 03 berichtete am 18. Juli 2012 über seine reguläre Vorstandssitzung zwei Tage zuvor. Als Ergebnis dieser Sitzung wurde ein Zaunfahnenverbot für den Ostblock ausgesprochen. Demnach dürfen am Zaun nun für einen nicht genannten Zeitraum keine Banner oder Zaunfahnen befestigt werden. An den Wellenbrechern im Block ist dies hingegen dank der Intervention von Fanprojekt und Fanbeirat weiterhin erlaubt.

Dies betrifft die Gruppen Ultras Babelsberg, Sportlich Elegant und Los Consortos, sowie viele weitere Personen, die im Hintertortribünen-Block O einen neuen Standort im Stadion gefunden haben.

Mit dem Verbot will der Vorstand die dort ansässigen Fans laut seiner veröffentlichten Erklärung dazu bewegen, Verantwortung für den Erhalt der Fankultur im Karli zu übernehmen. Damit bedient sich der Vorstand der gleichen kruden Argumentation wie der DFB, wenn dieser behauptet, Fans seien selbst für den Erhalt von Stehplätzen verantwortlich. Der Verein verdreht damit nicht nur die Verantwortlichkeiten, sondern schiebt sie gänzlich von sich weg. Wir als Fans haben unsere Hausaufgaben gemacht. Das Bekenntnis zur Fankultur seitens des Vereins sehen wir als ad absurdum geführt.

Denn während der Vorstand behauptet, er wisse, wie wichtig Fahnen, Banner und Co. für organisierte Fangruppen seien, verbietet er nun den gewohnten Umgang mit ihnen. Die Banner werden als zweckdienliche Mittel zur Ausübung nicht genehmer Verhaltensweisen definiert und daher – in ihrer bisherigen Form – verboten. Wir sehen ein Verbot von Bannern und Zaunfahnen nicht als angemessene oder zielführende Maßnahme zur Durchsetzung der Stadionordnung an. Pyrotechnik, Gewalt und politische Meinungsäußerungen sind auch ohne vermeintlich schützende Banner am Zaun möglich.

Der Vorstand erweckt daher den Eindruck, er verbiete die Beflaggung des Zaunes nicht trotz, sondern wegen ihrer Wichtigkeit und Identifikationskraft für die aktiven Fans. Es ist lediglich eine Machtpose, wie -posse, die zusammen mit den nicht durch den Vorstand kommunizierten Maßnahmen wie der Entfernung des Vorsängerpodestes negative Folgen haben wird: weniger Stimmung, weniger Identifikation und weniger Fankultur.

Spielbericht: TeBe vs. Rudow

Unser Spiel gegen den TSV Rudow begann, wie erwartet, mit viel Polizei. Es war das vermutlich erste Sicherheitsspiel mit solchen Ausmaßen seit Bestehen der Berlin-Liga. Ein Grund waren die Erfahrungen aus dem Hinspiel bei den Rudowern, der dazu führte, dass für sie extra der Gästeblock geöffnet wurde. Schon vor Anpfiff kam es vor dem Gästeeingang zu interessanten Situation, denn unter den 20-30 Auswärtsfans befanden sich 5 namentlich bekannte Neonazis (darunter ein Mitglied des Landesvorstandes der NPD), die nach einem Hinweis auf die Hausordnung von TeBe der Zugang ins Stadion verwehrt wurde. Während ein Vereinsoffizieller des TSV sich positionierend äußerte: „Für fünf Personen würde ich bürgen. Den Rest habe ich noch nicht als Fans wahrgenommen“(O-Ton), solidarisierten sich die restlichen Anhänger mit den anwesenden Neonazis. Ein mehr als fragwürdiges Verhalten, dass aber nicht unbedingt verwundert, denn auch im Hinspiel, bei dem es zu „Auseinandersetzungen“ zwischen Neonazis und Fans von TeBe kam, gab es keine wirkliche Distanzierung der restlichen Rudower-Fans. Auch damals waren bekannte Neonazis vor Ort und wurden sogar als Ordner eingesetzt. In der Nachbereitung des Spiels wurde – leider auch von TeBe-Seite – nicht entschlossen und klar auf die Verstrickung der Fans vom TSV mit der Rudower Naziszene hingewiesen, was später durch veröffentlichte Recherchen jedoch eindeutig aufgezeigt wurde. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, zeigten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit des Rückspiels eine Tapete mit der Aufschrift: „(TSV) Rudow ist nazifrei – und im Himmel ist Jahrmarkt“. Der TSV Rudow zieht leider immer wieder Neonazis an, so auch beim letzten Hallenturnier.

Nun aber zum Spielgeschehen: Nachdem Kassenrollen das Spiel eröffneten, zeigten unsere Veilchen, dass sie heiß auf 3 Punkte waren. Sicherlich war es nicht die beste Leistung der Saison, doch spielten sie druckvoll und dominierten eigentlich das Spiel. Bis, ja bis ein Schuss eines Rudowers im Stile eines Volleyballers aus der Gefahrenzone befördert wurde – ja klar jede_r hat was anderes gesehen, aber Arm und Hand sind auch nicht soweit voneinander entfernt. Elfmeter, Rahden springt in die richtige Ecke und kommt leider nicht ganz ran und so stand es 0:1. Die sowieso nicht überkochende Stimmung im Block war, verständlicher Weise, zu Grabe getragen und die Mischung aus komischen Entscheidungen und der Fallfreudigkeit einiger TSV-Spieler(samt Todesschrei) machten das auch nicht besser. Aber wenn du gewinnen willst, musst du auch mit solchen Situationen klar kommen. Unsere Mannschaft war danach nicht mehr wirklich sicher, hatte das Spielen aber noch nicht eingestellt. Bei den Standards wurde zwar etwas zu sehr gezaubert bzw. wurde dies versucht, aber ab und zu kam es zu Szenen, die man fast als Torchance bezeichnen kann. Dann – fast aus dem nichts – macht Isik mit einem Freistoß das 1:1. Einige behaupten die Mauer war falsch gestellt – andere aber, dass Isik einfach Klasse geschossen hatte, denn zwischen Pfosten und Ball war maximal Platz für ein Haar. Alles jubelte, aber irgendwie war es nicht die ganz große Freude im E-Block, vielleicht ahnten einige ja bereits zu diesem Zeitpunkt, dass nur kurze Zeit später der Schiri erneut auf den Punkt im TeBe-Strafraum zeigen würde. Ausgangspunkt war ein Pass der Rudower von rechts in den Strafraum, der per Halbgrätsche geklärt wurde. Dabei fällt der Rudower-Spieler, schreit eine Oper zusammen und der Schiedsrichter pfeift. Unnötig, weil auch nicht wirklich berechtigt, aber danach wird eh nie gefragt. So verlieren wir durch zwei Elfmeter in einem Spiel, das für die Situation in der Tabelle einiges an Willen und Kampf vermissen lies. Stimmung im Block war auch schon mal besser. Was bleibt ist der Blick auf nächsten Sonntag – Hermsdorf… wir kommen!

4:4 gegen Empor

Der Ostermontag bot eigentlich alles was man sich wünschen kann: die Sonne schien, TeBe wurde 110, es rauchte und blitzte und dann gab es auch noch ganze 8 Tore zu sehen.

Aber fangen wir ganz vorne an. Zu Beginn des Spiels wollten wir mit einer Choreo den 110. Geburtstag zelebrieren. Dafür wurde der Pufferblock ausgewählt, um mit 30 Tapeten das Logo und das Kürzel “TEBE” groß darzustellen. Dazu gesellte sich ein Goldener Hochhalter mit der Aufschrift “110 Jahre”. Garniert sollte das Ganze mit Lila Rauch, ein paar bengalischen Lichtern und Blinkern. Der Verein, der Schiedsrichter, alle spielten mit – nur der Wind nicht. Der Wind wehte sofort die Tapeten weg und auch der Rauch wanderte direkt ausm Topf in Richtung E-Block. Erste Choreo der Zeros also komplett verkackt. Dennoch gab es für das Engagement Lob durch Fans und und Teile des Vereins – das baut für die Zukunft auf.

Das Spiel begann genauso wie die Choreo – in der achten Minute klingelte es schon bei Tebe. Wieder mal ein frühes Gegentor. Die Stimmung im Block war kurzzeitig down, baute sich aber bis zur 45. Minute auf und war z.T. recht gut. Dann klatschte es wieder und Empor führte 2:0. Wie bereits am Karfreitag lag Tebe mit 0:2 zur Pause zurück. Im Tor standen weder der erste noch der zweite Keeper, sondern der A-Jugend-Torhüter Fabian Künnemann, der für seinen ersten Einsatz eine ordentliche Leistung hinlegte. Tebe in der ersten Halbzeit bemüht und unverdient in Rückstand.

Nach der Pause regnete es Klopapier und Konfetti aus dem E-Block in Richtung Spielfeld. Die Borussen wollten zeigen, dass sie – wie eine Woche zuvor – in der Lage sind ein Spiel zu drehen. Dies schafften sie dann auch durch drei Tore in Folge (48. ,52. ,69.). Es war eine gute Mannschaftsleistung, die durch Kampf, aber auch klugem Spiel zu recht belohnt wurde. Leider passiert wieder vereinzelt Fehler und durch zwei schöne Angriffe von Empor geriet TeBe erneut in Rückstand. Doch im Gegensatz zu vielen Spielen vorher, behielten die Borussen einen kühlen Kopf und rannten, durch die Fans angetrieben, weiter gen gegnerisches Tor. Wider allen Erwartungen bewies die Mannschaft, dass sie sowohl treffen, als auch kämpfen kann und wurde mit einem erneuten Ausgleich zum 4:4 Endstand belohnt. Zusammenfassend war es ein gerechtes Unentschieden, dass zwar vermeintlich 2 Punkte zu wenig, aber vielleicht Hoffnung für die nächsten Wochen brachte.

Im E-Block wurde das Spiel genauso aufgenommen – es war ein Spektakel und wurde mit einem guten Support belohnt. Leider schafften es nicht mal zum Geburtstag alle rechtzeitig in den E-Block. Der Support bleibt in der selben Ecke und wird von den üblichen Verdächtigen getragen – die mit heiseren Kehlen am Dienstag kämpfen mussten.

Fotos und Videos vom Spiel findet man hier: tebe.sprdlik.de

Stellungnahme zu den Geschehnissen beim SC Gatow

Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Spiel zwischen Tebe und dem SC Gatow kam es zu einem Protest einiger TeBe-Fans.

Der Anpfiff wurde durch das Betreten der Tartanbahn von ca. 25 Fans der aktiven Szene von Tebe verzögert um ein Zeichen gegen die Schikanen und Unzumutbarkeiten einiger Berlin-Liga-Rivalen, bzw. dem Berliner Fussball Verband (BFV), zu setzen. In Spielen gegen TeBe wird erstaunlich oft auf Nebenplätze mit Kunstrasen gewechselt, was nicht nur Konsequenzen für den Spielverlauf (einige Teams sehen gegen unsere Borussen darin wohl einen Vorteil), sondern auch massive Auswirkungen für die Fans mit sich bringt. Es sollte sowohl den Vereinen, als auch dem BFV bekannt sein, dass bei Auswärtsspielen von TeBe häufig Zuschauer im dreistelligen Bereich kommen. Die Zuschauertabelle der Berlinliga zeigt deutlich wo Tebe bereits gastierte und wo nicht. Im Schnitt haben die meisten Vereine um die 50 Zuschauer, Tebe knapp 300.

Um so unfassbarer sind Ansetzungen, wie vor zwei Wochen gegen den BFC Preussen, bei dem höchstens ein Drittel der Zuschauer eine ausreichende Sicht auf das Spielfeld hatten. Grund waren zum einen Bäume, die die Sicht versperrten und dass das Spiel nur von einer Seite aus gesehen werden konnte. Auch das Spiel am 06.04.12 gegen den SC Gatow fand unter solchen Umständen statt. Das Spiel war auf dem Rasenplatz angesetzt worden, das Catering war vorbereitet und auch die Eckfahnen usw. waren aufgebaut. Der Platz von Gatow ist ein richtig schmucker Platz der von allen Seiten zum Zuschauen einlädt. Es handelt sich dabei um einen richtigen Rasen und keinen ausgerollten Superrasen. Dies war scheinbar der Grund, dass der Schiedsrichter wegen Verletzungsgefahr (weil der Rasen nicht gemäht war…) entschied das Spiel auf dem Kunstrasen auszuführen.

Auf dem Kunstrasen befand sich eine dicke Sandschicht, sodass auch hier eine hohe Verletzungsgefahr für die Spieler bestand. Gerade zu beginn kamen die Tebe-Spieler mit diesem “Rasen” nicht klar, rutschten Weg und bekamen so auch die Gegentore eingeschenkt. Für die Fans war es noch unerträglicher. Am Rand des Feldes standen viele Bäume und nur eine Seite konnte von Fans genutzt werden, sodass wieder in mehreren Reihen hintereinander gestanden werden musste und viele Zuschauer nichts sahen. Des Weiteren existierte nicht einmal eine einfache Absperrung zum Spielfeld. Anscheinend spontan wurde ein Flatterband von Baum zu Baum gewickelt, um eine solche Trennung von Spielfeld und Fanbereich zu schaffen.

Dies war der Grund ein Exempel zu statuieren, da in den vergangenen Tagen genau wegen diesen Zuständen Gespräche geführt wurden und man scheinbar denkt, dass die Tebe-Fanszene, welche ausgesprochen friedlich agiert, alles mit sich machen lässt. Um zu zeigen, dass dem nicht so ist und auch die Schnösel von Tebe für Fanrechte kämpfen, haben wir gemeinsam für eine Blockade des Spiels gesorgt. Wir erhoffen uns davon, dass wir Verband und gastgebende Vereine zeigen, dass wir uns eben nicht alles Gefallen lassen

Wir empfinden das Verhalten der gastgebenden Mannschaften und des Verbandes als klare Schikane gegen unseren Verein und uns als Fans. Wir werden es nicht weiter hinnehmen, dass Fans für eingeschränkte Sicht z.T. sechs Euro zahlen müssen. Wir fordern ein Umdenken des BFV und der betreffenden Vereine.

Getrennt in den Farben – vereint in der Sache

Der DFB verurteilte den SVB Babelsberg 03 in der letzten Woche zu einer Geldstrafe in Höhe von 5.000€. Grund für diese Entscheidung war ein Spruchband des Ostblocks mit der Aufschrift „05.03. Bomber Harris do it again“, das – laut DFB-Kontrollaussschuss – nach §9 Abs. 3 DFB-Rechts-und-Verfahrensordnung zu ahnden ist. Dort heißt es, Vereine müssen bestraft werden, „wenn Anhänger einer Mannschaft vor, während und nach einem Spiel im Stadion Transparente mit rassistischen Aufschriften entrollen oder sich auf andere Weise rassistisch und/oder menschenverachtend verhalten“. Inwiefern hier eine menschenverachtende Aussage vorliegt erschließt sich uns nicht, denn dieses Spruchband bezieht sich auf den Aufmarsch von Neonazis am 05.03.2012 in Chemnitz, der – ähnlich wie in Dresden – die Bombardierung der Stadt aus dem Kriegskontext und der Schuld der Nazis ziehen soll, um das “Dritte Reich” in eine Opferrolle zu ziehen. Der Spruch „Bomber Harris do it again“ bezieht sich in diesem Kontext auf den General Sir Arthur Harris, der die Flächenbombardierungen u.a. auf Dresden und Chemnitz zu verantworten hat und ist eine kritische Anspielung auf die aktive Nazis Szene in und um Chemnitz, denen anscheinend auch nach dem Selbstverständnis des DFB entgegengetreten werden muss. Was der DFB hier macht, ist also eine Behinderung antifaschistischer Arbeit, die nach eigenen Lippenbekenntnissen eigentlich gewünscht ist. Und dies vor allem, wenn der Vorstand des SV Babelsberg 03 als Konsequenz ankündigt, diese Strafe auf die verantwortlichen Fans umlegen zu wollen! Dieses Verhalten des Vereins und das sofortige und unreflektierte Einknicken vor dem DFB-Urteil ist genau so kritikwürdig, wie das Urteil an sich. Der Verein, der nach eigenen Aussagen für Toleranz und Offenheit steht, unterstützt aktiv die Schwächung antifaschistischer Strukturen, die wesentlich mehr leisten als drei Pressemitteilungen für Toleranz im Jahr. Eine genauso große Unverschämtheit ist auch das weitere Verhalten des DFB gegenüber dem Chemnitz FC. Dieser wurde zu einer Strafe von 2000€ verurteilt, aber nicht weil die Nazis unter ihren Fans während des Spiels Hitlergrüße zeigten o.ä. (Link), sondern weil im Gästeblock Pyrotechnik abgebrannt wurde. Anstatt Strafen für Pyrotechnik auszusprechen und antifaschistische Strukturen anzugreifen, sollte der DFB die eigenen Lippenbekenntnisse lieber in die Tat umsetzen!

Erläuterungen unserer Tapeten in den Spielen gegen Lichtenberg47 und VSG Altglienicke

Im Spiel unserer Borussen gegen Lichtenberg 47 zeigten wir zwei Tapeten mit der Aufschrift: “Aachen Ultras bleiben – Nazis vertreiben”. Wer wollten uns damit solidarisch mit ACU zeigen, wie es schon andere Gruppen vor uns getan haben. Aus unserer Sicht wurde diese Solidaritätsbekundung notwendig, durch einen Angriff der rechtsoffenen “Karlsbande” und der rechten Hooligan-Truppe “Alemannia Supporters” auf die antirassistischen Aachen Ultras. Da über dieses Thema ansonsten schon viel geschrieben wurde, verweisen wir für weitere Informationen auf einen Artikel des Blogs “Fussball von links” (Link).

Quelle: fussballvonlinks.blogsport.de

Anlässlich der “Internationalen Woche gegen Rassismus” wurden im Spiel gegen die VSG Altglienicke Spuchbänder mit der Aufschrift: “Für eine befreite Gesellschaft – gegen jegliche Ausgrenzungsmechanismen” gezeigt. Für uns ist Antirassismus ein Selbstverständnis, doch gilt dies leider nicht für alle Menschen in unserer Gesellschaft. Besonders den wenigen erwarteten rechten Anhänger_Innen der VSG wollten wir diesen Konsens noch einmal deutlich zeigen.


Quelle: tebe.sprdlik.de

110 Jahre TeBe – Birthday Party!

Das Bataillon D`Amour lädt zur großen Geburtagssause!

Ostersonntag, 8.4. || 19 Uhr || Schokoladen

Live:

+++ KRAWEHL

„Eine EmopunkDampframme die eine Schneise in den trübtauben Musenginst schlägt. Das Debüt Album des Trios aus Ostwestfalen zeigt einmal mehr, dass guter emotionaler Punkrock nicht nur in Hamburg beheimatet ist. Im Fahrwasser von Bands wie Matula oder Captain Planet, jedoch mit genug Eigenständigkeit um neben solchen zu bestehen. Krawehl erzählen in trüber Melancholie von zwischenmenschlichen schwarzen Löchern und Befindlichkeiten, jenseits von Klischees und ausgetretenen Pfaden.“ -bierschinken.net
>> http://lala-schallplatten.de/bands/krawehl

+++ SUPERMUTANT

„Ende 2008. Trostlosigkeit in der Scheinmetropole Mönchengladbach. Vielmehr als die Fischbude, die um die Weihnachtszeit neben dem Bahnhof aufschlägt, ist hier nicht zu sehen. Aber wir sind uns sicher, dass da noch mehr geht. Und aus diesem Grund haben wir beschlossen loszuziehen und uns nicht mehr aufzuregen. Wir wundern uns nur noch. Das spart Energie und schlägt nicht zu schnell aufs Gemüt. Nebenbei machen wir Musik und sagen entschieden „Nein!“ zum Selbstbegräbnis in diesem Loch.“ -supermutant
>> http://lala-schallplatten.de/bands/supermutant

+++ TBA

DJ´s:

+++ LÜTTE HAPOEL (all times/trash)

+++ TBA


Willkommen auf der Seite der Zero Ultras. Hier findet ihr Spielberichte von Tennis Borussia Berlin, unsere Choreos und weitere Beiträge zum Thema Politik und Fussball. Forza TeBe!

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