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Solidarität mit dem Ostblock // Spiel gegen Nottingham United

Samstag, Juli 21st, 2012

Endlich gehts der neuen Spielzeit in der Berlin-Liga entgegen. Die Saisoneröffnung gegen Nottingham United am gestrigen Freitag läutete den Endspurt Richtung 1. Spieltag ein und das mit einer guten Leistung unserer Borussen. Die englischen Gäste hielten dabei, untersützt von zwei Abwehrspielern der zweiten Mannschaft von TeBe, gut mit und ihr Tor lange dicht. Erst in der zweiten Halbzeit konnten unsere Spieler das Schützenfest eröffnen und dabei auch zwei mal elegant das Aluminium zum Schwingen bringen. Die Leistung aus diesem und den letzten Spielen lässt dabei hoffen, dass das untere Mittelfeld in dieser Saison kein Thema sein muss.


Quelle: No Dice

Weniger schön – zumindest für die Fans – ist die Situation auf der anderen Seite des Grunewalds. Mit einem Beschluss vom 18.07. dürfen im Babelsberger Ostblock keine Zaunfahnen mehr aufgehangen werden. Grund hierfür sind die Vorfälle während des Spiels SV Babelsberg 03 – Arminia Bielefeld. Auf Intervention des Fanprojektes ist zumindest die Verlagerung der Fanutensilien an die Wellenbrecher im Block erlaubt. Nicht nur wir finden, dass dies zu einer starke Einschränkung des Auslebens der Fankultur führt. Wir haben unsere Solidarität mit dem Ostblock mittels einer Tapete beim gestrigen Spiel gezeigt. Im Folgenden veröffentlichen wir außerdem den offenen Brief der Ultras Babelsberg, der die Ereignisse – aus unserer Sicht – sehr gut analysiert:

Der Vorstand des SV Babelsberg 03 berichtete am 18. Juli 2012 über seine reguläre Vorstandssitzung zwei Tage zuvor. Als Ergebnis dieser Sitzung wurde ein Zaunfahnenverbot für den Ostblock ausgesprochen. Demnach dürfen am Zaun nun für einen nicht genannten Zeitraum keine Banner oder Zaunfahnen befestigt werden. An den Wellenbrechern im Block ist dies hingegen dank der Intervention von Fanprojekt und Fanbeirat weiterhin erlaubt.

Dies betrifft die Gruppen Ultras Babelsberg, Sportlich Elegant und Los Consortos, sowie viele weitere Personen, die im Hintertortribünen-Block O einen neuen Standort im Stadion gefunden haben.

Mit dem Verbot will der Vorstand die dort ansässigen Fans laut seiner veröffentlichten Erklärung dazu bewegen, Verantwortung für den Erhalt der Fankultur im Karli zu übernehmen. Damit bedient sich der Vorstand der gleichen kruden Argumentation wie der DFB, wenn dieser behauptet, Fans seien selbst für den Erhalt von Stehplätzen verantwortlich. Der Verein verdreht damit nicht nur die Verantwortlichkeiten, sondern schiebt sie gänzlich von sich weg. Wir als Fans haben unsere Hausaufgaben gemacht. Das Bekenntnis zur Fankultur seitens des Vereins sehen wir als ad absurdum geführt.

Denn während der Vorstand behauptet, er wisse, wie wichtig Fahnen, Banner und Co. für organisierte Fangruppen seien, verbietet er nun den gewohnten Umgang mit ihnen. Die Banner werden als zweckdienliche Mittel zur Ausübung nicht genehmer Verhaltensweisen definiert und daher – in ihrer bisherigen Form – verboten. Wir sehen ein Verbot von Bannern und Zaunfahnen nicht als angemessene oder zielführende Maßnahme zur Durchsetzung der Stadionordnung an. Pyrotechnik, Gewalt und politische Meinungsäußerungen sind auch ohne vermeintlich schützende Banner am Zaun möglich.

Der Vorstand erweckt daher den Eindruck, er verbiete die Beflaggung des Zaunes nicht trotz, sondern wegen ihrer Wichtigkeit und Identifikationskraft für die aktiven Fans. Es ist lediglich eine Machtpose, wie -posse, die zusammen mit den nicht durch den Vorstand kommunizierten Maßnahmen wie der Entfernung des Vorsängerpodestes negative Folgen haben wird: weniger Stimmung, weniger Identifikation und weniger Fankultur.

Spielbericht: TeBe vs. Rudow

Dienstag, April 24th, 2012

Unser Spiel gegen den TSV Rudow begann, wie erwartet, mit viel Polizei. Es war das vermutlich erste Sicherheitsspiel mit solchen Ausmaßen seit Bestehen der Berlin-Liga. Ein Grund waren die Erfahrungen aus dem Hinspiel bei den Rudowern, der dazu führte, dass für sie extra der Gästeblock geöffnet wurde. Schon vor Anpfiff kam es vor dem Gästeeingang zu interessanten Situation, denn unter den 20-30 Auswärtsfans befanden sich 5 namentlich bekannte Neonazis (darunter ein Mitglied des Landesvorstandes der NPD), die nach einem Hinweis auf die Hausordnung von TeBe der Zugang ins Stadion verwehrt wurde. Während ein Vereinsoffizieller des TSV sich positionierend äußerte: „Für fünf Personen würde ich bürgen. Den Rest habe ich noch nicht als Fans wahrgenommen“(O-Ton), solidarisierten sich die restlichen Anhänger mit den anwesenden Neonazis. Ein mehr als fragwürdiges Verhalten, dass aber nicht unbedingt verwundert, denn auch im Hinspiel, bei dem es zu „Auseinandersetzungen“ zwischen Neonazis und Fans von TeBe kam, gab es keine wirkliche Distanzierung der restlichen Rudower-Fans. Auch damals waren bekannte Neonazis vor Ort und wurden sogar als Ordner eingesetzt. In der Nachbereitung des Spiels wurde – leider auch von TeBe-Seite – nicht entschlossen und klar auf die Verstrickung der Fans vom TSV mit der Rudower Naziszene hingewiesen, was später durch veröffentlichte Recherchen jedoch eindeutig aufgezeigt wurde. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, zeigten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit des Rückspiels eine Tapete mit der Aufschrift: „(TSV) Rudow ist nazifrei – und im Himmel ist Jahrmarkt“. Der TSV Rudow zieht leider immer wieder Neonazis an, so auch beim letzten Hallenturnier.

Nun aber zum Spielgeschehen: Nachdem Kassenrollen das Spiel eröffneten, zeigten unsere Veilchen, dass sie heiß auf 3 Punkte waren. Sicherlich war es nicht die beste Leistung der Saison, doch spielten sie druckvoll und dominierten eigentlich das Spiel. Bis, ja bis ein Schuss eines Rudowers im Stile eines Volleyballers aus der Gefahrenzone befördert wurde – ja klar jede_r hat was anderes gesehen, aber Arm und Hand sind auch nicht soweit voneinander entfernt. Elfmeter, Rahden springt in die richtige Ecke und kommt leider nicht ganz ran und so stand es 0:1. Die sowieso nicht überkochende Stimmung im Block war, verständlicher Weise, zu Grabe getragen und die Mischung aus komischen Entscheidungen und der Fallfreudigkeit einiger TSV-Spieler(samt Todesschrei) machten das auch nicht besser. Aber wenn du gewinnen willst, musst du auch mit solchen Situationen klar kommen. Unsere Mannschaft war danach nicht mehr wirklich sicher, hatte das Spielen aber noch nicht eingestellt. Bei den Standards wurde zwar etwas zu sehr gezaubert bzw. wurde dies versucht, aber ab und zu kam es zu Szenen, die man fast als Torchance bezeichnen kann. Dann – fast aus dem nichts – macht Isik mit einem Freistoß das 1:1. Einige behaupten die Mauer war falsch gestellt – andere aber, dass Isik einfach Klasse geschossen hatte, denn zwischen Pfosten und Ball war maximal Platz für ein Haar. Alles jubelte, aber irgendwie war es nicht die ganz große Freude im E-Block, vielleicht ahnten einige ja bereits zu diesem Zeitpunkt, dass nur kurze Zeit später der Schiri erneut auf den Punkt im TeBe-Strafraum zeigen würde. Ausgangspunkt war ein Pass der Rudower von rechts in den Strafraum, der per Halbgrätsche geklärt wurde. Dabei fällt der Rudower-Spieler, schreit eine Oper zusammen und der Schiedsrichter pfeift. Unnötig, weil auch nicht wirklich berechtigt, aber danach wird eh nie gefragt. So verlieren wir durch zwei Elfmeter in einem Spiel, das für die Situation in der Tabelle einiges an Willen und Kampf vermissen lies. Stimmung im Block war auch schon mal besser. Was bleibt ist der Blick auf nächsten Sonntag – Hermsdorf… wir kommen!

4:4 gegen Empor

Mittwoch, April 11th, 2012

Der Ostermontag bot eigentlich alles was man sich wünschen kann: die Sonne schien, TeBe wurde 110, es rauchte und blitzte und dann gab es auch noch ganze 8 Tore zu sehen.

Aber fangen wir ganz vorne an. Zu Beginn des Spiels wollten wir mit einer Choreo den 110. Geburtstag zelebrieren. Dafür wurde der Pufferblock ausgewählt, um mit 30 Tapeten das Logo und das Kürzel “TEBE” groß darzustellen. Dazu gesellte sich ein Goldener Hochhalter mit der Aufschrift “110 Jahre”. Garniert sollte das Ganze mit Lila Rauch, ein paar bengalischen Lichtern und Blinkern. Der Verein, der Schiedsrichter, alle spielten mit – nur der Wind nicht. Der Wind wehte sofort die Tapeten weg und auch der Rauch wanderte direkt ausm Topf in Richtung E-Block. Erste Choreo der Zeros also komplett verkackt. Dennoch gab es für das Engagement Lob durch Fans und und Teile des Vereins – das baut für die Zukunft auf.

Das Spiel begann genauso wie die Choreo – in der achten Minute klingelte es schon bei Tebe. Wieder mal ein frühes Gegentor. Die Stimmung im Block war kurzzeitig down, baute sich aber bis zur 45. Minute auf und war z.T. recht gut. Dann klatschte es wieder und Empor führte 2:0. Wie bereits am Karfreitag lag Tebe mit 0:2 zur Pause zurück. Im Tor standen weder der erste noch der zweite Keeper, sondern der A-Jugend-Torhüter Fabian Künnemann, der für seinen ersten Einsatz eine ordentliche Leistung hinlegte. Tebe in der ersten Halbzeit bemüht und unverdient in Rückstand.

Nach der Pause regnete es Klopapier und Konfetti aus dem E-Block in Richtung Spielfeld. Die Borussen wollten zeigen, dass sie – wie eine Woche zuvor – in der Lage sind ein Spiel zu drehen. Dies schafften sie dann auch durch drei Tore in Folge (48. ,52. ,69.). Es war eine gute Mannschaftsleistung, die durch Kampf, aber auch klugem Spiel zu recht belohnt wurde. Leider passiert wieder vereinzelt Fehler und durch zwei schöne Angriffe von Empor geriet TeBe erneut in Rückstand. Doch im Gegensatz zu vielen Spielen vorher, behielten die Borussen einen kühlen Kopf und rannten, durch die Fans angetrieben, weiter gen gegnerisches Tor. Wider allen Erwartungen bewies die Mannschaft, dass sie sowohl treffen, als auch kämpfen kann und wurde mit einem erneuten Ausgleich zum 4:4 Endstand belohnt. Zusammenfassend war es ein gerechtes Unentschieden, dass zwar vermeintlich 2 Punkte zu wenig, aber vielleicht Hoffnung für die nächsten Wochen brachte.

Im E-Block wurde das Spiel genauso aufgenommen – es war ein Spektakel und wurde mit einem guten Support belohnt. Leider schafften es nicht mal zum Geburtstag alle rechtzeitig in den E-Block. Der Support bleibt in der selben Ecke und wird von den üblichen Verdächtigen getragen – die mit heiseren Kehlen am Dienstag kämpfen mussten.

Fotos und Videos vom Spiel findet man hier: tebe.sprdlik.de

Borussia Pankow 1960 II – TeBe II

Mittwoch, April 11th, 2012
06/10/2012
16:00bis18:00

TeBe – SFC Stern 1900

Mittwoch, April 11th, 2012
06/10/2012
14:00bis16:00

Reinickendorfer Füchse – TeBe

Mittwoch, April 11th, 2012
06/03/2012
14:00bis16:00

TeBe II – 1. SV Galatasaray Berlin II

Mittwoch, April 11th, 2012
06/03/2012
14:00bis16:00

TeBe Frauen – 1. FC Lok Leipzig

Mittwoch, April 11th, 2012
05/20/2012
14:00bis16:00

SV Berliner Brauereien II – TeBe II

Mittwoch, April 11th, 2012
05/20/2012
12:00bis14:00

TeBe – 1. FC Wilmersdorf

Mittwoch, April 11th, 2012
05/18/2012
19:00bis21:00